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anno 1503 multiplayer: schlossbau zu babel, 4 spieler

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 Betreff des Beitrags: online-dienste der spieleindustrie: fluch oder segen?
BeitragVerfasst: 2010-02-07 14:03 
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Site Admin

Registriert: 2008-10-26 08:59
Beiträge: 520
kurz nach dem ubisoft ihr zwangs-online-system für spiele (meldung auf gamestar.de) angekündigt hat, zeigt microsoft nun was man mit solch "services" (ich finde "schikanen" besser) alles machen kann:
microsoft kündigt das abschalten des dienstes xbox-live für die alte xbox und alte spiele an(meldung auf golem.de)

immerhin ist ms so freundlich die abschaltung mit sagenhaften 2 monaten vorlauf für 15. april 2010 anzukündigen, wie kundenfreundlich, respekt! :lol:

natürlich kann man darüber diskutieren inwieweit spieler noch alte xbox und alte spiele nutzen. aber selbst wenn das nur noch wenige wären, diese spieler sind die verarschten und es ist nun experimentell nachgewiesener fakt, dass spiele und konsolen ein verfallsdatum besitzen, realisierbar durch diese online-"services".

sony-fanboys mögen jetzt vielleicht triumphieren, weil so-nie soetwas NIE tun würde... abwarten!

ms führt technische zwänge an, weil das alte zeug die entwicklung bremst. dass man dabei jedoch einen solchen "kolateralschaden" inkauf nimmt, finde ich schon sehr kaltschnäuzig. unbestritten hat ms damit eine neue qualität im umgang mit spielekunden eingeläutet.
ein vergleichbares verhalten ist für jeden publisher, der einen zwangs-online-dienst betreibt, möglich, auch wenn das im moment noch keiner nutzt (zu nutzen wagt?).

sowohl ubi-softs ankündigung der zwangs-online-schikane, als auch die angekündigte abschaltung von xbox-live für die xbox1 durch ms, halte ich für solch harten tobak, dass sich die ankündigungen als versuchsballon "wie weit kann ich gehen" herausstellen könnten. aber egal wie es weitergeht, die marketingziele der spieleindustrie werden für mich offensichtlich:
  • spiele-gebrauchthandel soll komplett abgeschafft werden
  • verfallsdatum für spiele soll installiert werden.
  • verfallsdatum für hardware (im moment lediglich konsolen) soll installiert werden.
in weiteren schritten halte ich für möglich:
  • man zahlt für jede spielminute
  • zusätzliche inhalte (z.b. maps, spielgegenstände, -gebäude) können nur noch vom publisher selbst angeboten werden und das gegen bezahlung. zusätze aus der spieler-community sind dann ausgeschlossen.
jetzt mögen trolle entgegnen: das alte zeug will sowieso niemand mehr, alles neue ist ja viel besser. diese trolle sollen sich mal vorstellen:
  • es wird angekündigt, dass in 2 monaten die unterstützung von röhrenfernsehern eingestellt wird.
  • für 31.2.2011 wird die unterstützung von plasmafernsehern eingestellt. sie bremsen die technische entwicklung.
  • alle filme, älter als 1960 werden ab 2012 nicht mehr "unterstützt" und können nicht mehr angeschaut werden.
  • kühlschränke, älter als baujahr 2005, werden nicht mehr unterstützt und ab 2012 abgeschaltet.
desweiteren gebe ich zu bedenken:
leute spielen immer noch
  • anno 1602
  • anno 1503
  • siedler3/4
  • patrizier2
  • cultures
  • alte counter-strike-versionen
und es gibt sicher noch viele andere alte spiele, die auch weiterhin gespielt werden.

ich bin inzwischen überzeugt: wir werden noch lange unsere alten spiele spielen. nicht nur wegen diesem marketing, das ich mit "dumme spiele für dumme spieler" beschreibe, sondern auch, weil wir neue spiele nicht mehr wirklich erwerben können, lediglich eine zeitlang nutzen "dürfen".
deshalb: behaltet sowohl die alten spiele, als auch alte hardware samt altem betriebssystem, und zeigt deutliche zurückhaltung beim kauf von spielen mit zwangs-schikane. ich werde diese spiele, ebensowenig wie spiele mit extremem kopiersperrenterror, nicht kaufen.

annokrat

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 Betreff des Beitrags: schadenfreude ist die schönste freude
BeitragVerfasst: 2010-03-13 15:59 
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Site Admin

Registriert: 2008-10-26 08:59
Beiträge: 520
ich bin wirklich überrascht wie schnell ubisoft mit ihrer kundengängelungs-, -kontroll- und -terrorisiersoftware negativ auffällt.
das beste dabei: es zeigt sich, dass nicht nur die betroffenen spiele beeinträchtigt werden, sondern auch andere spiele, welche bereits vorstufen der aktuellen ausbaustufe der ubisoft-kundenterrorisier-software (von ubi beschönigend als "online-services" bezeichnet) besitzen, speziell 1404.

vor ca. einer woche gingen diese neuen, tollen "online-services" mit 2 neuen spielen bekannter serien (assasins creed und silent hunter) in betrieb und seitdem brechen zu stosszeiten die ubiserver mit sicherer regelmässigkeit zusammen.

als stosszeiten zeichnen sich abende in der woche und das wochenende ab. auch leute, welche keines der betroffenen spiele nutzen, können den "netzwerkstatus" von ubi leicht überprüfen: durch aufruf des offiziellen ubiforums. :lol: :P :lol:

im moment ist das ubi-forum nicht erreichbar, daraus könnt ihr leicht ableiten, dass die kunden, welche entsprechende spiele von ubi gekauft haben, nicht spielen können. die "online-services" erleben ihr zweites wochenende und sind wieder nicht funktionstüchtig.
ubi hat auch schon eine erklärung für die vorgänge: pöse hacker attackieren mit distributed DOS-angriffen ihr hochperformantes serversystem und legen es dadurch lahm.
wir leben zwar in einer verrückten zeit, aber ich weigere mich (noch) kunden/spieler generell als hacker zu bezeichnen, nur weil sie ein produkt, das sie teuer bezahlten auch nutzen wollen.

viel mehr gehe ich von folgender situation aus:
das terrorisiersystem wurde von echten bwl-ern als gewinnmaximierungshilfe angeregt.
  1. sie berechneten den zusätzlichen gewinn, der durch das unterbinden des gebrauchthandels mit spielen, entsteht (zig fantast-trilliarden!). natürlich unter zuhilfenahme von aktuell vorherrschender bwl-lehrauffassung: der milchmädchenrechnung. in dem fall besagt sie, dass jeder unterdrückte gebrauchtverkauf zwingend einen neukauf erzeugt.
  2. sie berechneten den zusätzlichen gewinn, der durch das gezielte unspielbarmachen eines spieles, eintreten MUSS (noch viel mehr fantast-trilliarden!). auch hier erreicht man mit milchmädchenrechnungslehre traumzahlen: jeder spieler, der sein spiel nicht mehr spielen kann, weil die "online-sevices" abgeschaltet wurden, wird sofort den nachfolger kaufen, um endlich in den hochgenuss der dann neuesten "online-sevices" zu kommen.
  3. sie berechneten den zusätzlichen gewinn, der durch noch stärkeres unterbinden von raubmörderkopieen, zu generieren ist. auch diese fantast-trilliarden entstehen durch einsatz der milchmädchenrechnung: jede pöse raubmörderkopie ist ein verlorener neukauf (ok, gebrauchtkauf kann es ja nicht sein, dank ihrer genialen "online-services").
  4. sie rechneten die gestehungs- und betriebskosten ihrer kundenterroriesiersoftware, welche sie "online-services" nennen, extrem klein (kostet null-komma-nix). leider ist mir nicht bekannt, wie hier mit der milchmädchenrechnungslehre gearbeitet wird, bin aber sicher, dass sie auch hier zum tragen kommt.

ein besonderer vorzug der milchmädchenrechnung besteht zusätzlich darin, dass nicht-monetäre effekte in der beziehung kunde-verkäufer nicht berücksichtigt werden (genauer: es gibt auf der welt gar keine nicht-monetären effekte). dadurch reicht im wesentlichen ein taschenrechner für jede milchmädchenrechnung aus. heutzutage extrem seltene und wahrscheinlich auch viel zu teuere dinge wie gesunder menschenverstand oder brain 1.0 (NICHT 2.0!) werden ausdrücklich nicht benötigt.

den nicht-monetären effekt "kundenzufriedenheit" würde ich im moment am ehesten mit "kunde fühlt sich mächtig verarscht" beschreiben. ich kann mir nicht vorstellen, dass das längerfristig ohne folgen bleibt.
diese folgen erwarte ich auch, obwohl die betroffenen spiele nach meiner auffassung nach dem marketingprinzip, welches ich immer mit "dumme spiele für dumme spieler" beschreibe, entwickelt wurden.
zwar glauben dumme spieler zur zeit noch an pöse hacker und den kampf gegen pöse raubmordkopierer, aber wie lange noch? und was nützt ihnen, dass sie die ubi-erklärungen schlucken, wenn sie das spiel nicht spielen können? in dem moment könnte auch einem dummen auffallen, dass etwas falsch läuft.

im moment wird ubi nichts anderes übrig bleiben als richtig fette kohle möglichst schnell in ihren "online-services"-serverpark für anschaffung und betrieb zu stecken, auch wenn dann die fantast-trilliarden aus ihren milchmädchenrechnungen elementar verringert werden.
die clevere lösung, alles schnellst möglich in die tonne zu kloppen, traue ich ubi nicht zu, da man darauf durch milchmädchenrechnungen nicht kommt.

annokrat

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 Betreff des Beitrags: Re: online-dienste der spieleindustrie: fluch oder segen?
BeitragVerfasst: 2010-03-20 09:49 
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Registriert: 2010-01-25 19:11
Beiträge: 10
netter artikel...
mal sehn was draus wird.


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 Betreff des Beitrags: Re: online-dienste der spieleindustrie: fluch oder segen?
BeitragVerfasst: 2010-04-12 11:33 
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Registriert: 2009-06-21 17:02
Beiträge: 13
gaaaaanz genau so. erlebe das gerade bei siedler 7 (jaja prügelt mich :x )

gedanken dazu habe ich hier zusammengefasst.
interessant war dann die umfrage die gestern plötzlich aufgetaucht ist. na die hams von mir bekommen. :twisted:

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 Betreff des Beitrags: Re: online-dienste der spieleindustrie: fluch oder segen?
BeitragVerfasst: 2010-04-12 18:21 
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Site Admin

Registriert: 2008-10-26 08:59
Beiträge: 520
es gibt eine ganz einfache lösung: nicht mehr kaufen. die musikindustrie hat es auf diese weise hart getroffen, wenn es auch noch nicht wirklich zum umdenken bei denen geführt hat. aber drm ist klar im rückzug bei musik.

und was browsergames anbelangt: ich spiele sie nicht, deshalb interessiert es mich nicht, dass ich dort auch eine ständige internetverbindung benötige.

ich bin nicht bereit irgendwelche zwangsterrorisiersysteme zu akzeptieren und lege auch im mp wert darauf, dass ich mit dem, was allgemein unter "direkt-ip" verstanden wird, online spielen kann. jeglichen zwang zu irgendeinem kontrollsystem, auf die ich zum spielen angewiesen bin, lehne ich ab. mich haben spielepublisher, welche auf "online-services" setzen, als kunden verloren.

annokrat

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